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Gerade hat die EU ihre Strafen gegen Großbanken wegen Zinsmanipulationen verhängt - und schon droht der nächste Bankenskandal:
Einige Geldinstitute sollen durch Absprachen Devisenkurse beeinflusst haben.

Haben die Deutschen überhaupt noch Vertrauen in Banken?

Offenbar kaum. Aus Lehmann-Pleite und Finanzkrise hätten die Banker nicht viel gelernt, sagen die meisten Deutschen in einer repräsentativen N24-Emnid-Umfrage. Nur 20 Prozent der Deutschen finden, dass sich die Banker nun verantwortlicher verhalten - 72 Prozent glauben, dass die Banken „ähnlich verantwortungslos wie vorher“ agieren.

Ihr Vertrauen in die Finanzbranche bezeichnen nur 4 Prozent der Deutschen als „sehr groß“, weitere 20 Prozent als „groß“. Dagegen haben 41 Prozent der Deutschen nur ein „eher geringes“ Vertrauen in die Banken, 27 Prozent sogar ein „sehr geringes“.

Quelle N24.


Händler manipulierten Devisenkurse
13.06.2015, 13:09 Uhr

Händler der größten Banken der Welt haben offenbar Wechselkurse von Devisen manipuliert.
Sie machten so Kasse auf Kosten der Kunden. Es geht um Umsätze im Milliarden-Euro-Bereich. Droht ein neuer Bankenskandal?

New YorkDie Liste an skandalösen Bankgeschäften in den vergangenen Jahren scheint endlos. Jetzt könnte ein neuer Skandal hinzukommen. Nach Informationen von Bloomberg haben Händler von einigen der größten Banken der Welt Benchmark-Wechselkurse manipuliert. Die Nachrichtenagentur beruft sich auf Aussagen von fünf Personen, die angeblich mit dieser Praxis vertraut sind und anonym bleiben möchten. Die Wechselkurse werden verwendet, um Investments im Volumen von mehreren Billionen Dollar zu bewerten.

Bank-Mitarbeiter sind Aufträgen ihrer Kunden zuvorgekommen und haben die WM/Reuters-Devisenkurse manipuliert. Kriminelle Händler erledigten Transaktionen vor und während des 60-Sekunden-Fensters, in dem die Kurse festgesetzt werden. Die Händler haben sich mit ihren Kollegen bei anderen Instituten abgesprochen. So erhöhten sie ihre Chancen, die Kurse in ihrem Sinne zu beeinflussen.

Diese Praktiken seien am Devisen-Tagesmarkt täglich geschehen und seit mindestens einem Jahrzehnt üblich gewesen. Dadurch sei der Wert von Fonds und Derivaten beeinflusst worden. Die britische Aufsichtsbehörde Financial Conduct Authority (FCA) prüft derzeit, Ermittlungen wegen einer potenziellen Manipulation der Wechselkurse einzuleiten.

“Der Devisenmarkt ist wie der Wilde Westen”, sagt James McGeehan, der zwölf Jahre lang für Banken gearbeitet hat, bevor er 2009 FX Transparency mitbegründete. Seine Firma berät Unternehmen beim Devisenhandel. “Käufer müssen aufpassen.”

Euro, Dollar und Co. Devisen-Rechner

Mit dem Devisen-Rechner können Sie mit einer interaktiven karte die aktuellen Kurse zwischen allen Ländern der Welt berechnen.
Euro, Dollar und Co.: Devisen-Rechnerimage

Der Devisenmarkt, an dem täglich 4,7 Billionen Dollar (3,52 Billionen Euro) umgesetzt werden, ist der größte Markt im Finanzsystem - und der am wenigsten regulierte. Banken stehen in einem permanenten Konflikt: Einerseits müssen sie Aufträge von Kunden ausführen und andererseits mit eigenen Transaktionen Gewinne einfahren. Das Problem: Ein Großteil des Devisenhandels findet nicht an regulierten, unabhängigen Börsen statt.

Gerne beraten wir Sie hierzu näher und bieten Ihnen weitere Informationen. Sprechen Sie uns einfach an.